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Eindrücke und Neuigkeiten direkt aus dem KinderBerg Office

vom 16.12.2016
Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre tiefe Überzeugung aus, dass die vielschichtigen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihre darin formulierten Nachhaltigkeitsziele führen die zur Jahrtausendwende beschlossenen Millenniumsziele mit einem wichtigen Zusatz fort: Sie nehmen sowohl Entwicklungs- und Schwellenländer als auch Industriestaaten in die Pflicht. Im Bewusstsein der globalen Verantwortung jedes Einzelnen für politische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und menschliche Sicherheit verpflichten sich KinderBerg und seine Partner, ihre Verantwortung anzunehmen und zivil-gesellschaftliche Prozesse zu gestalten und zu begleiten, die der Bewältigung globaler Krisen zu dienen.
 
Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit Ihnen einen steten Beitrag zu diesem Wandel leisten können, und danken Ihnen für die Unterstützung unserer ausschließlich aus privaten Spendenmitteln finanzierten Projekte!
 
Umfassende Informationen zu unserem Engagement in Afghanistan, Serbien und Côte d‘Ivoire sowie Eindrücke aus den Projekten erhalten Sie im Jahresbericht 2016.
vom 21.11.2016
Ende Oktober 2016 waren etwa 1.000 Menschen in den beiden Aufnahmezentren Preševo und Bujanovac untergebracht, hiervon allein rund 400 unbegleitete Minderjährige. Heranwachsende Kinder und Jugendliche auf der Flucht, die ohne Angehörige reisen, erleiden ein besonderes Schicksal und brauchen viel Unterstützung und Schutz. Aufgrund ihres jungen Alters und dem Fehlen einer familiären Vertrauens- und vor allem Bezugsperson, zeigen sie oftmals spezifische symptomatische physische, psychische und soziale Bedürfnisse. Daher weiten KinderBerg und Centar Inventiva - neben ihrer Arbeit mit Kindern - ihre Aktivitäten im Aufnahmezentrum Preševo auf die Unterstützung und Begleitung von minderjährigen Flüchtlingen aus. Neben der Stärkung in ihrer Selbstverantwortung und der gemeinsamen Such nach Zukunftsperspektiven liegt ein weiterer, wichtiger Fokus auf der Begleitung bei der Verarbeitung ihrer Fluchterlebnisse. Die enge Zusammenarbeit im interdisziplinären Team ermöglicht es, auch auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Jugendlichen einzugehen.
vom 11.11.2016
Aktuell ist die Balkanroute aus dem Fokus der Medien und der breiten Öffentlichkeit geraten. Dennoch machen sich weiter Flüchtlinge und Migranten über die „grüne Grenze“ auf den Weg nach Europa, teils auf eigene Faust, teils mithilfe von Menschenschmugglern. Zur Unterbringung dieser Menschen, wurde in Bujanovac (nahe Preševo) mit finanzieller Unterstützung der EU ein weiteres Aufnahmezentrum für rund 250 Personen errichtet. Um auch hier den Kindern die benötigte psycho-soziale Hilfe zukommen zu lassen, haben KinderBerg und seine serbische Partnerorganisation Centar Inventiva beschlossen, das Betreuungsangebot auf dieses Zentrum auszuweiten. Umfassendes Ziel ist auch dort, den Kindern Wertschätzung, Normalität, Empathie, Freude und Vertrauen zu vermitteln. Auf diese Weise ist es für sie möglich ihr Gefühl von Selbstsicherheit, Stabilität und Halt im „hier und jetzt“ wiederzuerlangen. Abgesehen von sportlichen Aktivitäten zeigen diese Kinder auch große Begeisterung bei der Verkehrserziehung mittels selbstgebastelter Autos und Ampeln. Im Rahmen regelmäßiger gesundheitsbezogener Spielaktivitäten werden ihnen zudem notwendige Informationen und Verhaltensweisen vermittelt, um gesund zu bleiben.
 
Im Jahr 2016 konnten dank Ihrer Unterstützung rund 750 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren durch die aus Psychologen, Pädagogen, Sozialarbeitern sowie Dolmetschern bestehenden Teams betreut werden.
vom 26.09.2016
Heute wurden 100 neue Mädchen und Jungen aus besonders bedürftigen Familien zur Einschulung in den beiden KBI Vorschulen in den Armenvierteln Koumassi und Port-Bouët begrüßt. Nachdem die Anmeldungen die verfügbaren Plätze überschritten hatten, traf das Lehrerteam die Auswahl der Schüler auf Basis sozialer Kriterien. Als die Vorschüler in Begleitung eines Familienmitglieds in der Schule ankamen, herrschte große Vorfreude auf den ersten Schultag - und die ebenso bestehende gewisse Nervosität war nach der ersten Sportstunde und dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen auch schon wieder verflogen.
vom 06.06.2016
Trotz Schließung der Balkanroute im Frühjahr 2016 stranden weiterhin viele Flüchtlinge, vornehmlich aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, auf der Balkanhalbinsel. Besonders Kinder sind durch die schrecklichen Erlebnisse mit Krieg, Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen und Flucht zutiefst verstört und seelisch-körperlich verwundet. Zudem sind ihre Eltern, häufig selbst an traumatischen Folgen leidend, oftmals kaum in der Lage, ihren Kindern erforderliche Hilfestellungen zu geben. Unter dem Leitgedanken „Erste Hilfe für die Seele“ bietet das psychosoziale Projekt im serbischen Flüchtlingslager in Preševo den Betroffenen Handlungsmöglichkeiten, um mit den Schreckensereignissen, den seelischen Belastungen und möglichen traumatischen Folgen kurzfristig besser umgehen zu können. Während der begrenzten Zeit ihres Aufenthaltes wird, je nach Bedarf, entweder individuell oder in kleinen Gruppen ein „sicherer Rückzugsraum“ geboten.

Vorrangiges Ziel ist es mittels non-verbaler Stabilisierungsmethoden aus den Bereichen Kunst, Musik und Bewegung, neben der Stressregulierung auch das Gefühl von Sicherheit, Stabilität und Halt wiederherzustellen. Hierzu werden verschiedene, im Vorfeld erprobte Übungen eingesetzt. Diese sollen  den Kleinen erlauben, wieder „Kind-sein-zu-können“ und fördern somit die Selbstwirksamkeit und ihre Heilung. Die fachliche Begleitung der Gruppen wird durch erfahrene Projektbetreuer mit traumapädagogischem bzw. sozialpsychologischem Hintergrund gewährleistet.
 
Die Finanzierung des Projektes erfolgt ausschließlich aus KinderBerg-Eigenmitteln.
vom 23.05.2016
In der nordafghanischen Bergprovinz Badakhshan ist die Mütter- und Kindersterblichkeit weiterhin extrem hoch. Während die Müttersterblichkeit vor allem auf Komplikationen in der Schwangerschaft bzw. bei der Geburt und in den ersten 24 Stunden danach beruht, sind die vermeidbaren Todesfälle unter Kindern zum großen Teil auf Schwierigkeiten bei der Geburt sowie auf Infektionskrankheiten und Unterernährung in den ersten Lebensjahren zurückzuführen.
 
Der fehlende Zugang zu einer primärmedizinischen und präventiven Gesundheitsversorgung, kärgliche Lebensbedingungen und ein überwiegend unzureichendes Bildungsniveau der einheimischen Landbevölkerung prägen den Gesundheitsstand einer ganzen Familie. Im Rahmen eines Kleinprojektes unterstützt KinderBerg die ortsansässige Organisation „SALEH“ bei der Durchführung von Gesundheitsschulungen und Sensibilisierungskampagnen. Von Mai bis September 2016 werden ca. 380 Landfrauen und Mütter in den entlegenen Distrikten Zebak und Wakhan von qualifizierten Hebammen in Themen wie Hygiene, Mutterschaft, Familienplanung, Kindergesundheit und guter Ernährung unterrichtet. Die auf die konkreten Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichteten Inhalte werden im Rahmen theoretischer Schulungseinheiten sowie praktischer Übungen vermittelt. Ziel ist es, auf diese Weise eine langfristige und nachhaltige Verhaltensänderung zu bewirken. In der Funktion als Multiplikatoren profitieren so die ganzen Familien und Gemeinden von verbesserten gesundheitsfördernden Lebensgewohnheiten.
 
Die Finanzierung des Projektes erfolgt ausschließlich aus KinderBerg-Eigenmitteln
vom 03.02.2016
Yvette, eine der Frauen aus der KinderBerg-Selbsthilfegruppe für HIV-positive Frauen lebt in Koumassi Campement, einem der ärmsten Viertel Abidjans. Es freut uns sehr, dass Yvette trotz ihrer Erkrankung den Mut und die Kraft hatte, einen kleinen Straßenstand zum Verkauf von belegten Baguettes zu eröffnen. Ihrer Bitte um die Anschaffung eines Sonnenschirms, damit die Baguettes nicht mehr in der direkten Sonne lagern, kam das KinderBerg Team in Abidjan gerne nach.
vom 18.01.2016
Aufgrund der allgemein unzureichenden, hygienischen Bedingungen im Waisenhaus kommt es immer wieder zum Ausbruch diverser Erkrankungen. So litten auch im vergangenen Jahr viele Kinder neben Durchfall auch an diversen Hauterkrankungen, wie z.B. Krätze. Die auch unter dem medizinischen begriff „Skabies“ bezeichnete Erkrankung wird durch die Krätzmilbe verursacht, gefährdet die Gesundheit in der Regel jedoch nicht, ist aber für die Betroffenen überaus lästig und sehr unangenehm. Zur Verbesserung mit der hygienischen Gesamtsituation wurde unter Anregung von KinderBerg zusammen mit der lokalen WHO-Vertretung sowie der Leitung des Waisenhauses und der verantwortlichen Sozialbehörde ein umfassender Maßnahmenkatalog aufgestellt und umgesetzt. Einen wichtigen Stellenwert nehmen hierbei die von KinderBerg in Kleingruppen regelmäßig durchgeführten Gesundheitsschulungsmaßnahmen mit den Kindern ein. Mitte Januar 2016 erhielt das Waisenhaus für seine Schlafräume neue Matratzen, Kissen und Decken. Um auf ihrem Schulweg den harschen Winterverhältnissen des auf rund 1.200 Höhenmetern gelegenen Feyzabad am Fuße des Hindukuschgebirges zu trotzen, wurden die Kinder zudem mit ausreichend winterfester Kleidung ausgestattet.
vom 07.12.2015
Bereits in den neunziger Jahren begannen wir, Projekte für Binnenflüchtlinge in den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien umzusetzen. Seither gab es kein Jahr und kein Einsatzland, in dem wir keine Flüchtlinge betreut haben, denn im Krieg ist Flucht für Zivilisten oft die letzte Überlebenschance. Auch in Afghanistan unterstützen wir seit 2002 Binnenflüchtlinge. Neben der schlechten Sicherheitslage leiden sie darunter, dass viele internationale Hilfsorganisationen das noch instabile Land verlassen haben. Dadurch wurden Aufbauprojekte abgebrochen, bevor sie in einer nachhaltigen Selbstständigkeit münden konnten.

Dank der Unterstützung unserer Spender sind wir immer noch vor Ort, wirken Fluchtursachen entgegen und arbeiten täglich an einer besseren Zukunftsperspektive für notleidende Menschen in Afghanistan und Côte d‘Ivoire. Weitere Informationen und Eindrücke aus unseren Projekten vermittelt der Jahresbericht 2015.
vom 26.10.2015
Anfang 2015 wurde das einzige staatliche Geburtshaus der Provinz Badakhshan aufgrund fehlender Gelder geschlossen. Dadurch erfuhr unser Mutter-Kind-Haus einen verstärkten Zulauf von Risikoschwangeren, unterernährten Kleinkindern und Müttern mit Frühgeborenen. Um das Provinzkrankenhaus in Feyzabad weiter aktiv zu unterstützen, haben wir das Fachpersonal in unserem Projekt aufgestockt. Neben der medizinischen Versorgung nutzen die Pflegekräfte den Aufenthalt der Gäste auch für Gesundheitsschulungen. Deren Schwerpunkte sind die Sensibilisierung für das Thema „Unterernährung“ und die praktische Anleitung zur fachgerechten Versorgung erkrankter Kinder. Angesichts der breit angelegten Militäroffensive der Taliban im Frühjahr und Herbst 2015 gewährte KinderBerg zudem rund 120 Binnenflüchtlingen aus der Provinz Kunduz vorübergehend medizinische Hilfe sowie freie Unterkunft und Verpflegung.
vom 30.09.2015
Das staatliche Waisenhaus in Badakhshan befindet sich in einem desolaten baulichen Zustand. Zudem führten schlechte hygienische Bedingungen in den beengten Wohnbereichen immer wieder zum Ausbruch von Krankheiten. Daher engagiert sich KinderBerg seit 2015, den rund 200 Waisenkindern ein Leben in Würde zu ermöglichen. Ziel der Projektarbeit ist unter anderem, die in größter Armut lebenden Kinder auf spielerische Weise für eine gesundheitsförderliche Veränderung ihrer Verhaltensweisen im Alltag zu sensibilisieren. Neben den praktischen Schulungen werden Pflegeartikel und Kleidung bereitgestellt. Die Schlafräume wurden neu ausgestattet und Reparaturarbeiten durchgeführt, um die Räumlichkeiten für die Wintermonate beheizbar zu machen. Am meisten freuten sich die Kinder jedoch über ihre erste eigene Schuluniform.
vom 13.07.2015
Im Juli 2015 wurde ein zusätzliches Projektelement ins Leben gerufen, mit dem auch die Kinder der HIV-positiven Mütter psychosoziale Unterstützung durch engagierte KinderBerg-Mitarbeiter vor Ort erhalten. In drei Gruppen werden die Kinder altersgerecht betreut und gefördert. Durch die von KinderBerg zur Verfügung gestellten Schulkits mit den benötigten Heften, Büchern und Schreibutensilien können die Schulkinder aktiv und mit Freude am Unterricht teilnehmen. Zur Gewährleistung ihrer gesunden Entwicklung werden sie darüber hinaus regelmäßig medizinisch untersucht und geimpft
vom 19.05.2015
Vom 23. - 25. April 2015 veranstaltete der Berufsverband Deutscher LaktationsberaterInnen BDL gemeinsam mit dem Europäischen Institut für Stillen und Laktation EISL den 2. Still- und Laktations-Kongress „Hand in Hand“ in Fulda-Künzell. ReferentInnen aus verschiedenen Berufsgruppen und unterschiedlichen europäischen Ländern beleuchteten aus ihrem Blickwinkel, wie Eltern und Babys beim Start ins Leben gut begleitet und unterstützt werden und wie Stillen und Bindungsaufbau von Beginn an gut gelingen kann.
Die KinderBerg-Mitarbeiterin Sabine Becker, selbst Krankenschwester sowie Still- und Laktationsberaterin, referierte zur aktuellen  Gesundheitssituation von Müttern und Kindern besonders aus ländlichen Regionen Afghanistans. Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Projektarbeit für KinderBerg in diesem Land lag der besondere Fokus ihres Vortrages hierbei vor allem auf dem Stillverhalten afghanischer Frauen im schwierigen Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.
vom 23.04.2015
Seit April 2015 hat die Selbsthilfegruppe HIV-positiver Frauen in Abidjan einen eigenen Projektraum. Hier können sich die Frauen so oft sie möchten ungestört treffen und untereinander austauschen. Regelmäßig werden Vorträge zu Themen wie „gesunde Ernährung“ oder „selbstbewusster Umgang mit der Krankheit“ organisiert. Zudem wurde ein kleines Büro eingerichtet, in dem sich die Frauen nun um einen Teil der Projektadministration selbst kümmern können und damit mehr Eigenverantwortung übernehmen. Bei den regelmäßigen Untersuchungen durch eine Ärztin erhalten die Frauen der Selbsthilfegruppe wichtige Ratschläge zur Bewältigung ihrer Erkrankung und zur genauen Einhaltung ihrer Medikamententherapie. Trotz der gesundheitlichen Einschränkungen versuchen die Frauen, z.B. mit einem kleinen Imbiss-Stand, ein Einkommen zu erwirtschaften, um sich selbst und ihre Kinder zu versorgen.
vom 23.03.2015
Am nördlichsten Zipfel der Provinz Badakhshan gelegen und in den Wintermonaten über die Berge nur schwer erreichbar, weist die Region Darwaz kaum Infrastruktur, geschweige denn eine medizinische Versorgung auf. Von dort wurde der vierjährige Naqib Ende Dezember 2014 zur medizinischen Notfalloperation nach Feyzabad evakuiert. Seine Eltern konnten ihn nicht begleiten, da sie sich um den Hof und die jüngeren Geschwister kümmern mussten. Nach dem erfolgreichen Eingriff wurde er auf Bitten der Behörden im Mutter-Kind-Haus aufgenommen und postoperativ versorgt. Mit seinem Temperament und seiner lebenslustigen Art eroberte er rasch unsere Herzen. Naqib erholte sich alsbald, sodass er nach vollständiger Genesung Anfang März 2015 mit Unterstützung des Provinzgouverneurs wieder in sein Heimatdorf gebracht werden konnte. Sicherlich erschien ihm nach der langen Zeit alles ein wenig fremd, aber gewiss hat ihn seine Familie fest in die Arme geschlossen und dabei große Erleichterung und Freude verspürt.
vom 10.03.2015
Bindung und Migration zwischen den Kulturen - Stillberatung verbindet“, so lautete der Titel der interdisziplinären Fachtagung am 27.02.2015 in Wien. Auf Einladung des Verbandes der Still- und Laktationsberaterinnen Osterreichs IBCLC (VLSÖ) referierte die Kinderberg-Mitarbeiterin Sabine Becker zur Gesundheitssituation von Müttern und Kindern in Afghanistan. Der besondere Fokus ihres Vortrages lag hierbei vor allem auf dem Stillverhalten afghanischer Frauen im Spannungsfeld zwischen Kultur und Moderne.
Traditionelle Glaubensüberzeugungen sind heutzutage noch weit verbreitet und führen auch weiterhin - sogar bei gebildeten Frauen - zu einer Behinderung und Verzögerung des Stillbeginns. Die Verpflichtung zur Abgeschiedenheit nach der Geburt und somit der vorübergehende Ausschluss aus der Gesellschaft erschwert das Erlernen korrekter Stilltechniken. Der gesellschaftliche Druck zur Wahrung der Familienehre ist sehr groß. Fälschliche Annahmen können den Stillbeginn verzögern oder die Stillzeit verkürzen. Zwei Beispiele: Frauen dürfen sich, aus Angst vor einer Nachblutung, oft bis zu drei Tage nicht waschen, ungewaschene Frauen wiederum sollen nicht Stillen und Frauen müssen bei Eintreten einer neuerlichen Schwangerschaft sofort Abstillen. Sozioökonomische Faktoren wie Nahrungsunsicherheit, schlechtes Ernährungsbewusstsein, fehlende Bildung und unzureichende Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind beeinflussen  ausschliessliches Stillen negativ. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die praktische Stillarbeit.  So kommt in Afghanistan z. B. in dem von KinderBerg geführten Mutter-Kind-Haus (Feyzabad/Provinz Badakhshan) der Einbindung von Autoritätspersonen wie Imamen, Mullahs und Ältestenvertretern große Bedeutung zu. Die Unterstützung von Gesundheitsschulungen in Mädchenschulen oder Moscheen ist wichtig, ebenso müssen Väter und Schwiegermütter in diesen Prozess einbezogen werden. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist zudem die Schaffung lokaler Netzwerke, der die Betreuung von Müttern zu Hause fördert. Hier in Österreich können Informationsveranstaltungen und Schulungen für das Gesundheitspersonal v.a. zu kultursensiblen Themen der Schaffung kultureller Kompetenz und der Förderung interkultureller Sensibilisierung dienen. Der Einsatz von Personal mit entsprechendem Migrationshintergrund ist hilfreich, um die Zielgruppe zur Teilnahme an Gesundheitsangeboten anzuregen. Der Aufbau von Netzwerken und die Zusammenarbeit mit öffentlichen Fördervereinen und Migranten-Communities begünstigen den Abbau der Kommunikationsbarrieren.
Weitere Informationen zu den Vorträgen im Rahmen des interdisziplinären Fachtages am 27.02.2015 entnehmen Sie bitte folgendem Download.
vom 29.12.2014
Vor sieben Jahren errichtete KinderBerg mit öffentlichen Mitteln des Auswärtigen Amtes ein Krankenschwestern- und Hebammeninternat in den Provinzen Kunduz und Badakhshan. Nachdem das Projekt ab Januar 2013 keine öffentliche Förderung mehr erhielt, sicherten wir die Fortführung der bereits begonnenen Ausbildung der Gesundheitsschülerinnen über private Spenden. Im Dezember 2014 beendeten die letzten Schülerinnen ihre insgesamt dreijährige Ausbildung. Als angehende Krankenschwestern und Hebammen leisten sie nunmehr einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Grundversorgung der lokalen Bevölkerung und zur Senkung einer der weltweit höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten
vom 23.12.2014
Mit Fördermitteln des Auswärtigen Amtes wurden im Rahmen des „Community Building“-Projektes bis Ende 2014 insgesamt 52 Stationen in entlegenen, ländlichen Gebieten der Provinzen Kunduz, Baghlan, Takhar, Badakhshan und Logar errichtet und betrieben. Durch eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen unseren afghanischen Mitarbeitern, den lokalen Behörden und den traditionellen Dorfvertretern konnten wir während dieser 12 Jahre die ambulante Behandlung und medizinische Beratung von über 6 Millionen Patienten gewährleisten. Trotz einer häufig schwierigen Sicherheitslage gelang es KinderBerg dennoch, das erforderliche Fachpersonal auszubilden und in jeder Station neben einer Apotheke auch die Logistik zur Sicherstellung der Impfversorgung aufzubauen. Die kontinuierliche Grundversorgung und Qualität unserer Sprechstunden überzeugte die afghanischen Gesundheitsbehörden. Daher beschlossen sie, rund 80% unserer Einrichtungen eigenverantwortlich und nachhaltig fortzuführen. Am 22. Dezember 2014 wurde die letzte KBI-Gesundheitsstation inklusive unseres medizinischen Fachpersonals an den afghanischen Staat übergeben.
vom 11.12.2014
Nach dem Abschluss unseres medizinischen Großprojekts in Afghanistan stehen wir dieses Jahr vor der Frage, ob wir eine neue humanitäre Herausforderung in einem anderen Kriegs- und Krisengebiet annehmen sollen. Wir entschlossen uns, in Afghanistan präsent zu bleiben. Mit kleineren Projekten wie dem neu eröffneten Mutter-Kind-Haus in Feyzabad gewährleisten wir weiterhin die Versorgung sozial schwacher und unterernährter Frauen und Kinder. In Côte d’Ivoire führen wir unsere Vorschulen zur Förderung benachteiligter Kinder fort und unterstützen im Rahmen eines neuen Selbsthilfeprojekts aidskranke Frauen aus Abidjan. Einen tieferen Einblick in unsere aktuellen Projekte liefert Ihnen der verlinkte Projektbericht.
vom 31.10.2014
Im September 2014 besuchte Ingrid Taschek, zweite Vorstandsvorsitzende von KinderBerg International, das Projekt in Côte d`Ivoire. Begleitet von Archer Bilé Barthelemy und Larissa Coulibaly, den beiden projektverantwortlichen KinderBerg-Mitarbeitern vor Ort, besuchte sie die Selbsthilfegruppe für HIV-infizierte Frauen. Neben dem Meinungsaustausch mit diesen Frauen galt das besondere Augenmerk ihres Besuches vor allem auch unseren Jüngsten. So stattete sie der im Stadtteil Koumassi gelegenen und von KinderBerg geführten Vorschule einen Besuch ab. Langjährig durch den Verein „Hilfe für Kinder in Not e.V.“ in Lauda-Königshofen finanziell unterstützt, erfolgte die Umbenennung der Vorschule im Stadtteil Koumassi von Centre d’apprentissage „La Colline des Enfants“ (= KinderBerg) zum Schuljahresbeginn September 2013 in „Centre d’apprentissage LAUDA“.  
vom 13.10.2014
Für ein Fünftel der KBI-Gesundheitsstationen aus dem Community Building-Projekt konnte das afghanische Gesundheitsministerium leider keine internationalen Fördermittel generieren. Daher müssen diese bis Ende 2014 ersatzlos geschlossen werden. Für die hiervon betroffenen Patienten, die teilweise in sehr entlegenen, umkämpften Gebieten leben, entfällt somit jegliche ambulante medizinische Versorgung. Um jedoch diese Lücke zu füllen, eröffnete KinderBerg im Oktober 2014 ein Mutter-Kind-Haus für unterernährte Kinder, Risikoschwangere sowie Opfer von Gewalt und Naturkatastrophen in Feyzabad/Provinz Badakhshan. Dort können bis zu 45 Patienten und sozial schwache Gäste aufgenommen und behandelt werden. Neben Unterkunft und Verpflegung sowie der Durchführung eines 6-monatigen Unterernährtenprogramms finanziert KinderBerg aus privaten Spenden auch die Kosten für die medizinische Grundversorgung und Pflege.
vom 30.05.2014
Aufgrund mangelnder Aufklärung über HIV und AIDS sind Vorurteile und Berührungsängste im Umgang mit Erkrankten in Côte d’Ivoire immer noch weit verbreitet. Betroffene Frauen werden oftmals von ihrer Familie verstoßen und leben -  völlig alleingelassen - mit ihren Kindern in ärmlichsten Verhältnissen. Durch ihre Krankheit körperlich geschwächt und seelisch belastet, können sie zudem keine Arbeit finden, um ihren Lebensunterhalt alleine zu bestreiten. Daher unterstützt KinderBerg seit Mai 37 HIV-infizierte sowie an AIDS erkrankte Frauen. Der Beginn unseres Frauenprojekts „Bocafesse“ (übersetzt: „Hilf Dir selbst“) markiert eine Wende im Leben dieser Frauen, denn dieses ermöglicht ihnen trotz ihrer unheilbaren Krankheit wieder ein würdevolleres Leben zu führen. Einmal pro Woche treffen sich die Frauen, um sich in unserer Selbsthilfegruppe auszutauschen. In dieser Gemeinschaft finden sie Verständnis, Freundschaft und moralischen Beistand füreinander. Am Monatsende erhalten sie ein Paket mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Zudem gewährleistetet ihnen KinderBerg eine medizinische Versorgung und beteiligt sich finanziell, so z.B. an ihren Mietkosten oder dem staatlichen Schulgeld für ihre Kinder. Unser Ziel ist es, diesen starken Frauen und ihren Kindern ein gesundheitlich stabiles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
vom 12.05.2014
Im April 2014 wurde das aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und privaten KinderBerg-Spenden geförderte Projekt „Mütterschule“ in der Provinz Badakhshan erfolgreich beendet. Hauptanliegen des im Oktober 2012 begonnenen, bildungsfördernden Projektes war es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen zu stärken sowie zu einer Verbesserung ihres Lebensunterhaltes beizutragen. In Zusammenarbeit mit dem lokalen afghanischen Frauenverband WESA aus Feyzabad wurden insgesamt 748 Frauen praktische handwerkliche Fertigkeiten wie die Herstellung von Wollartikeln und die Verarbeitung von Lebensmitteln vermittelt. Dies ermöglichte ihnen den Eintritt in den Kleingewerbesektor und bot ihnen die Basis für eine nachhaltige Existenzgrundlage.
vom 25.02.2013
Mit dem Titelthema „Wir bleiben!“ berichtete die Journalistin Simone Meyer, die unsere Gründerin und Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Suzana Lipovac auf Projektreisen begleitet hat,  in der Welt am Sonntag vom 24. März 2013 über die Arbeit von KinderBerg in Afghanistan.
 
vom 18.12.2012
Am 17. Dezember 2012 strahlte das ZDF im „heute journal“ einen Bericht über Afghanistan aus und berichtete unter anderem über ein KinderBerg Health Sub Center in Khanabat (Provinz Kunduz) und unsere Baby Care Station in Kunduz.

Wenn auch Sie uns in diesem wichtigen und erfolgreichen Projekt tatkräftig unterstützen möchten, bitten wir Sie, im Verwendungszweck Ihrer Überweisung „Unterernährtenstation Projekt ID 2375“ anzugeben. Hierdurch können wir Ihre Unterstützung konkret für diese Stationen einsetzen.
Besten Dank!
 
KinderBerg International e.V.
Konto 175 00 00
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 601 205 00)
Verwendungszweck: „Unterernährtenstation Projekt ID 2375“
 
Hier geht es zur ZDF Mediathek, auf der Sie den Beitrag sehen können. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere diesbezügliche Stellungnahme. 
vom 17.12.2012
Der mehr als drei Jahrzehnte währende kriegerische Konflikt hat zu schwerwiegenden Folgen für die afghanische Bevölkerung geführt. Politische Instabilität, hohe Armut und Naturkatastrophen prägen das Alltagsbild eines der ärmsten Länder der Welt mit weitreichenden Folgen für die Schwächsten: eines von fünf Kindern stirbt, bevor es seinen fünften Geburtstag erlebt. Gründe sind neben Mangel- und Unterernährung vor allem gravierende Defizite in der medizinischen Grundversorgung und Bildung des am Hindukusch gelegenen südasiatischen Landes.
Aus diesem Grund stellte KinderBerg bereits von Beginn an sein Engagement in die Unterstützung der UN-Millenniumsziele 4 und 5: die Bekämpfung einer der weltweit höchsten Kinder- und Müttersterblichkeitsraten.
In traditionell gehaltenen, familiären Einrichtungen in den Provinzhauptstädten Feyzabad, Kunduz und Taloquan erfahren unter- und mangelernährte Kinder sowie unterernährte stillende Mütter und Schwangere in KBI-Stationen über die Dauer von zwei bis drei Wochen stationäre medizinische Betreuung. Begleitend werden diesen Frauen dort umfangreiche Beratungen und Ernährungsschulungen angeboten. Eine Entlassung der Patienten nach Hause wird jedoch erst dann ins Auge gefasst, sobald sich ihr Gesundheitszustand deutlich stabilisiert hat. Allerdings ist bis zu diesem Zeitpunkt die Gefahr noch nicht völlig gebannt, die Krankheit noch nicht besiegt. Um einem erneuten Rückfall in einen kritischen Ernährungszustand vorzubeugen und im Bedarfsfall entgegensteuern zu können, werden diese Patienten über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr im anschließenden ambulanten Ernährungsprogrammes begleitet und betreut. Hierbei erhalten sie einmal im Monat einen medizinischen Check-up, die Gewichtsentwicklung wird kontrolliert und Nahrungsmittel mit überlebenswichtigen Nährstoffen wie Kohlenhydrate und Proteine werden bereitgestellt. 
Für viele der aus den entlegensten Bergregionen stammenden Familien stellen diese Stationen oftmals die einzige Anlaufstelle und Möglichkeit dar, das Leben ihres Kindes zu retten.
Wenn auch Sie uns in diesem wichtigen und erfolgreichen Projekt tatkräftig unterstützen möchten, bitten wir Sie, im Verwendungszweck Ihrer Überweisung „Unterernährtenstation Projekt ID 2375“ anzugeben.
Hierdurch können wir Ihre Unterstützung konkret für diese Stationen einsetzen.
Besten Dank!
 
KinderBerg International e.V.
Konto 175 00 00
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 601 205 00)
Verwendungszweck: „Unterernährtenstation Projekt ID 2375“
Fotos mit Eindrücken aus unseren Baby Care Stationen finden Sie hier:
 
vom 23.11.2012
Im Oktober 2012 eröffnete KBI in der Provinzhauptstadt Feyzabad (Badakhshan) das neue Projet „Maktab Modar“ (dt.: Mütterschule). Ziel des bis April 2014 laufenden Projektes stellt neben der Gesundheitsförderung auch die Vermittlung einer nachhaltigen Existenzgrundlage für Frauen dieser nordafghanischen Provinz dar.
So werden an diesem Zentrum zum einen Lehrerinnen staatlicher Mädchenschulen im Rahmen von Seminaren auf den Gebieten wie Hygiene, Behandlung und Vermeidung von Infektionskrankheiten, aber auch Müttergesundheit und Neugeborenenpflege geschult. Als Multiplikatorinnen geben diese Teilnehmerinnen ihr erworbenes Wissen an ihre Schülerinnen weiter, die es wiederum an ihre Familien vermitteln. Hierdurch soll ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen und Kindern und damit zur Reduzierung einer der weltweit höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten geleistet werden. Zum anderen stellt die „Maktab Modar“ eine Anlaufstelle für Landfrauen, vor allem alleinstehende bzw. arbeitslose Frauen und Witwen, dar. In Zusammenarbeit mit dem lokalen afghanischen Frauenverband WESA (Womens Entrepreneurial and Social Association) erfolgt die Vermittlung praktischer handwerklicher Fertigkeiten wie z.B. Spinnen, Filzen oder Stricken. Mittels dieser Unterstützung soll diesen Frauen der Weg in eine berufliche Selbstständigkeit im Kleingewerbesektor ermöglicht werden. Die Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen durch Bildung und Arbeit soll sowohl zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls dieser Frauen, als auch zu einer Verbesserung ihrer persönlichen Lebensumstände und damit der ihrer gesamten Familien beitragen.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
vom 22.11.2012
Der Jahresbericht 2011 ist erschienen und wird in der kommenden Woche verschickt. Vorab können Sie den Bericht bereits hier ansehen.
vom 04.10.2012
Diese Woche wurden die Schüler unserer Vorschule in Abidjan von ihren Lehrern mit den Schulkits für das neue Schuljahr ausgestattet. Noch etwas unsicher nahmen die Kleinen ihre Bücher und Hefte, Mäppchen mit Stiften, eine Schultasche sowie ihre Schuluniform in Empfang. Man merkte den Schulanfängern zwar die Aufregung an, aber die Freude über die Möglichkeit, eine Schule besuchen zu dürfen, überwog deutlich.
vom 24.09.2012
In der Geschichte der Menschheit haben nie zuvor so viele Menschen an Hunger gelitten, während gleichzeitig noch nie zuvor so viele Menschen eine so große Menge und unterschiedliche Anzahl Nahrungsmittel zu Verfügung hatten. Während etwa eine Milliarde Menschen in der Welt hungern - ein Großteil davon lebt auf dem Land und von der Landwirtschaft - leiden etwa ebenso viele an ernährungsbedingten Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes oder kardiovaskulären Erkrankungen. 
 
Unser heutiges Welternährungssystem ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Ursachen für Klimawandel, Artensterben, Umweltvergiftung, Bodenerosion, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Armut und Ungerechtigkeit. "Stuffing and Starving" – Nahrung und Ernährung in Zeiten der Globalisierung. Zu diesem Thema wurde KinderBerg für die vom 16.-21. September 2012 an der Charité stattfindende 2. Global Health Summer School eingeladen. Mit Fallstudien zu Afghanistan vermittelten Sabine Becker und Andreas Polanc, Vertreter des KinderBerg-Medical Department aus Stuttgart, durch den praktischen Bezug zu ihrer Arbeit einen tiefen Einblick in die aktuelle Ernährungssituation in Afghanistan. Hierbei beleuchteten sie neben den konkreten gesundheitlichen Auswirkungen von Unter- bzw. Mangelernährung auf die Betroffenen, hier vor allem Kinder und Mütter, auch die langfristigen, gesellschaftlichen Ausmaße dieser bedrohlichen Entwicklung.

Das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Universitätsmedizin Berlin und die  Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) laden seit 2011 jährlich zur gemeinsamen Global Health Summer School nach Berlin ein.
vom 21.08.2012
Die Ferienzeit nutzte unser Team an der Côte d’Ivoire unter anderem für freiwillige Angebote, z.B. studierten einige Jugendliche ein Theaterstück ein, das unter dem Motto „Für eine Kindheit in einem vereinten, verantwortungsvollen Côte d‘Ivoire und ohne HIV: Dafür engagiere ich mich!“ steht. Mit ihrem Stück nahm die Gruppe am 18. August 2012 an der ersten Runde eines Theaterwettbewerbs in der Schule Saint Cyr in Koumassi, einem der ärmsten Stadtteile Abidjans teil und hofft auf einen der vorderen Plätze.
vom 12.07.2012
Abermals konnten uns heute unsere treuen Unterstützer aus der katholischen Kirchengemeinde Holzgerlingen – Altdorf – Hildrizhausen überraschen. Seit vielen Jahren engagieren sich Helfer der Gemeinde im Café Regenbogen und die „Wichtelfrauen“ basteln das ganze Jahr über tolle Dekorationsstücke, stellen Marmelade und Likör her oder stricken kuschelige Socken. All diese Dinge werden größtenteils beim Weihnachtsbasar der Gemeinde verkauft und mit dem Erlös unterstützen die fleißigen Gönner unsere Projekte inzwischen im 21. Jahr! Wir danken Frau Spingler und Frau Hermann sowie allen Mitstreitern für das große Engagement und die großzügigen Spenden!
vom 21.06.2012
Zum Abschluss des Schuljahres ließen sich die Lehrer unserer Vorschulklasse in Abidjan dieses Mal etwas ganz Besonderes  für die Kinder einfallen. Sie besuchten das Musée National du Costume in Grand-Bassam, ein Museum in dem traditionelle Kleidung und Masken sowie ivorische Bräuche gezeigt werden. Für die meisten Kinder, die noch nie die Möglichkeit erhalten hatten, außerhalb ihres Wohnviertels zu gehen, war dieser Ausflug ein ganz besonderes Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken. Der perfekte Abschluss dieses ereignisreichen Tages war schließlich der Besuch des Strandes von Grand-Bassam.
vom 19.06.2012
KinderBerg International e.V. kann sich abermals über die Auszeichnung mit dem DZI Spenden-Siegel freuen, welches dem Verein seit 1998 ununterbrochen zuerkannt wird. Die Einschätzung des DZI:
„KinderBerg International e.V. leistet satzungsgemäße Arbeit. Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig („niedrig“ = unter 10%). Mittelbeschaffung und -verwendung sowie die Vermögenslage werden in der Rechnungslegung nachvollziehbar dokumentiert. Eine Kontrolle des Vereins und seiner Organe ist gegeben. Das Auskunftsverhalten gegenüber dem DZI ist offen.“
vom 08.05.2012
Anlässlich des 11. Welttags der AIDS-Waisen am 7. Mai 2012 machte die ivorische Ministerin für Familie, Frauen und Kinder Dr. Raymonde Goudou Coffie die Öffentlichkeit auf die große Anzahl von AIDS-Waisen aufmerksam und lobte deren Unterstützung durch Hilfsorganisationen.
In Côte d’Ivoire leben nach Angaben von UNAids mehr als 440.000 Waisen, die durch den Verlust der Eltern oder eines Elternteils unter einem psychologischen Trauma, Stigmatisierung und Diskriminierung leiden. Sie haben weder Zugang zu Bildung noch zu einer medizinischen Grundversorgung.
Einen Artikel des ivorischen Online-Nachrichten-Dienstes news.abidjan hierzu lesen Sie hier in französischer Sprache.
vom 03.04.2012
Am 2. April fand auf Initiative des Bürgermeisters im Jugendzentrum von Koumassi, einem der ärmsten Stadtbezirke Abidjans eine kostenlose augenärztliche Untersuchung für Kinder statt. Unsere  Mitarbeiter nutzten dieses tolle Angebot gerne und ließen unsere Schützlinge untersuchen. Angeboten wurden Sehtests und eine medizinische Untersuchung der Augen. Im Falle von Krankheitsbefunden wurden noch vor Ort Behandlungen eingeleitet.   
vom 02.04.2012
In der vergangenen Woche konnte KinderBerg in Afghanistan bereits die vierte neue Ambulanz in diesem Jahr eröffnen. Rund 25.300 Menschen aus 11 Dörfern dürfen sich künftig in Tobra Kash (Distrikt Kunduz-City) über eine basismedizinische Versorgung freuen. Während der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde der Dank der Menschen besonders deutlich, als ein Dorfältester, Herr Obai-dullah, in seiner Rede zum Ausdruck brachte, wie sehr er sich mit den Menschen über die Versorgung durch KinderBerg freut, da die nächstgelegene Einrichtung bisher ca. 25 km weit entfernt lag.
vom 28.02.2012
Am 27. Februar 2012 eröffnete KinderBerg in Shenwari (Distrikt Archi, Provinz Kunduz) feierlich eine neue Ambulanz, die künftig geschätzte 11.800 Familien in 13 Dörfern basismedizinisch versorgen wird. Die lokalen Interessenvertreter sprachen KinderBerg bei den offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten ihren großen Dank für die medizinische Hilfe in diesem ländlichen Gebiet aus und sicherten dem Projekt ihre volle Unterstützung zu. Direkt im Anschluss an die Feierlichkeiten wurde mit der Sprechstunde begonnen. Als erster Patient wurde der an einer Lungenentzündung erkrankte einjährige Zubair behandelt.
vom 06.02.2012
Im Januar 2012 kam es im Einzugsgebiet unserer Projekte in der Provinz Badakhshan zu verheerenden Lawinenabgängen, bei denen ca. 15 Todesopfer zu beklagen waren. Sieben Studenten konnten von den Rettungsmannschaften lebend aus den Schneemassen geborgen und in unser Patientenhaus in Feyzabad-City gebracht werden. Dort werden sie bis zu ihrer Genesung versorgt.
vom 17.01.2012
Für die Schüler unserer Vorschule begann das neue Jahr mit einer großartigen Überraschung: Sie erhielten von ihren Lehrern neue Sportkleidung für den Sportunterricht. Nachdem für jedes Kind die passende Größe gefunden war, präsentierten die Kleinen voller Stolz ihre neue Errungenschaft und die Sportstunde konnte beginnen.  
vom 27.12.2011
Vergangene Woche fand für die Mitarbeiter unserer Partnerorganisation CECAM und deren Familien eine Weihnachtsfeier auf dem Gelände der Kirchengemeinde St. Stephen statt. Die Kinder durften den Weihnachtsbaum schmücken, sorgten anschließend mit ihren dargebotenen Sketchen und Tänzen für tolle Unterhaltung und boten ihr Selbstgebasteltes zum Verkauf an. Sie waren ganz besonders stolz, als ihre Werke bewundert und gekauft wurden.
Nach einem gemeinsamen Essen erhielten die Kleinen ein kleines Geschenk und gingen überglücklich mit ihren Eltern nach Hause. An diesen schönen Tag werden sich alle noch lange erinnern!
vom 13.12.2011
Im Dezember führten wir eine große Informations-Veranstaltung in Houphouet Boigny, einem extrem armen Viertel in Koumassi durch. Kinder wachsen dort größtenteils als Waisen oder mit arbeitslosen Eltern auf, denen jegliche positive Perspektive im Leben fehlt. Die Kriminalität ist überdurchschnittlich hoch.
Auf das Zeigen eines HIV/AIDS-Aufklärungsvideos bei dieser Veranstaltung folgten im Anschluss der Erfahrungsbericht einer infizierten Person sowie die Vorstellung unserer Mitarbeiter. Am Ende wurden die Zuhörer eingeladen sich am nächsten Morgen in den Räumen einer Grundschule einem HIV-Test zu unterziehen. 245 Personen ließen sich daraufhin am nächsten Tag testen.
vom 06.12.2011
Wegen des frühen Wintereinbruchs führten wir in Afghanistan bereits Anfang Dezember im Flüchtlingslager Bagh-e-Shirkat nahe Kunduz wieder eine Hilfsgüterverteilung durch. 600 hilfsbedürftige Familien erhielten dringend benötigte Lebensmittelpakete, unter anderem mit Mehl, Reis, Öl und Bohnen. Die Verteilung erfolgte reibungslos ohne jegliche Zwischenfälle. Vertreter des Afghanischen Ministeriums für Flüchtlinge und Rückführung, des Wirtschaftsministeriums sowie lokale Vertreter der Provinzverwaltung wohnten der Verteilung bei. 
vom 03.12.2011
Am Freitag, 2. Dezember wurde im SWR-Fernsehen die Reportage

„Die Macherin von KinderBerg – Suzana Lipovac – Hilfe für Afghanistan“

ausgestrahlt.
Falls Sie die Sendung verpasst haben, gelangen Sie hier zur Mediathek.
Leider steht der Film in der Mediathek inzwischen nicht mehr zur Verfügung.
vom 14.11.2011
Es freut uns sehr die Film-Reportage

„Die Macherin von KinderBerg - Suzana Lipovac - Hilfe für Afghanistan“

über die Arbeit von KinderBerg International e.V. in Afghanistan ankündigen zu dürfen, die am Freitag, 2. Dezember 2011 um 18.15 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt wird.
Die Reportage wurde von Günther Henel alleine – ohne Team - gedreht.  Er hat unsere geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Suzana Lipovac auf drei Reisen nach Afghanistan von Oktober 2010 bis Mai 2011 begleitet.
vom 20.10.2011
Vom 13.-17. Oktober 2011 fand im Dorf Bouadikro, das im Landesinneren der Côte d‘Ivoire, ca. 200 km von Abidjan entfernt, liegt, eine Sensibilisierungsveranstaltung mit HIV-Tests statt. Die Menschen dort leben abgeschieden von jeglicher Informationsmöglichkeit wie Radio, Fernsehen, Internet oder Zeitung, deshalb gehören zur Vorbereitung solcher Veranstaltungen unter anderem Gespräche mit den Dorfbewohnern, um den Wissensstand in der Bevölkerung in Bezug auf HIV/AIDS zu erfragen.
Parallel zu den Aufklärungsveranstaltungen fand wie immer ein Rahmenprogramm, u.a. mit Fußballturnier und Kochwettbewerb für die Dorfbewohner statt, um die Menschen zum einen für die wichtigen Themen zu öffnen und Hemmschwellen abzubauen und zum anderen, um die Sensibilisierungswoche als besonderes und positives Erlebnis in den Köpfen der Menschen zu bewahren. Nachdem wir die Menschen altersgerecht über HIV/AIDS aufgeklärt haben, luden wir die Bewohner zu kostenlosen HIV-Tests ein. Positiv getestete Personen werden psychologisch betreut.
vom 20.10.2011
Unsere zwei Lehrkräfte Djenné Keita und Denis Yao verteilten in der vergangenen Woche die Schulkits für das kommende Schuljahr an die Schüler unserer Vorschule. Manchmal noch etwas schüchtern, aber voller Erwartung nahmen die Kleinen dankbar die von KinderBerg gestellte Schultasche gefüllt mit Büchern, Heften, Mäppchen sowie ihre Schuluniformen in Empfang. Nun kann das Schuljahr beginnen!   
vom 06.10.2011
Am 6. Oktober 2011 war Suzana Lipovac im Anschluss an die Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu Gast bei der Landesschau des SWR.
Hier geht es zur SWR-Mediathek, in der Sie den Beitrag sehen können. Landesschau-Interview.
Leider steht das Interview in der SWR-Mediathek inzwischen nicht mehr zur Verfügung.
vom 06.10.2011
Suzana Lipovac wurde am 6. Oktober 2011 durch Staatssekretär Klaus-Peter Murawski das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in der Villa Reitzenstein in Stuttgart überreicht. Die KinderBerg’ler gratulieren Ihrer Gründerin und geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden zu dieser Auszeichnung.

Den offiziellen Bericht des Staatsministeriums Baden-Württemberg lesen Sie hier.

vom 28.09.2011
Der Jahresbericht 2010 ist erschienen und wird in der kommenden Woche verschickt. Vorab können Sie den Bericht bereits hier ansehen.
vom 31.08.2011
Das KinderBerg-Team gratuliert unserem lokalen Projektleiter in Abidjan (Côte d’Ivoire) Archer Bilé Barthelemy und seiner Frau Joelle zur Geburt von Tochter Victoria, die am 24. August 2011 in Cocody zur Welt kam.
vom 25.07.2011
Leider konnte auch in diesem Jahr keine Verbesserung der Sicherheitslage in und um das Flüchtlingslager Bagh-e-Shirkat in der Provinz Kunduz verzeichnet werden. Da sich der Gesundheits- und Ernährungszustand der im Lager lebenden Menschen  aufgrund des extrem heißen Sommers und der anhaltenden Dürre verschlechterte, beschloss KinderBerg vor Beginn des Fastenmonats Ramadan eine Verteilung von Lebensmittelpaketen durchzuführen. Innerhalb von 2 Tagen wurden Hilfspakete unter anderem mit Mehl, Reis, Öl, und Bohnen an 600 registrierte Familien im Flüchtlingslager erfolgreich verteilt.
vom 16.02.2011
Auch drei Monate nach der Präsidentschaftswahl in Côte d’Ivoire, hat sich die Lage noch nicht entspannt. Das Land hat im Moment zwei vereidigte Präsidenten: Alassane Dramane Ouattara und Laurent Gbagbo. Ouattara, der sowohl von der Afrikanischen Union als auch der weiteren Internationalen Gemeinschaft anerkannte Wahlsieger und Gbagbo, der bei der Wahl unterlag aber seine Niederlage nicht billigt. Immer neue brisante Entscheidungen der Kontrahenten lassen den Konflikt weiter schwelen.
 
So ernannte Ouattara nun einen offiziellen ivorischen Botschafter in den USA, der von der amerikanischen Regierung auch anerkannt wurde. Gbagbo warf der US-amerikanischen Regierung daraufhin jedoch eine Verletzung diplomatischer Grundregeln vor, die zur Verschlimmerung der politischen Krise beitrage.
Auf der anderen Seite wurde der bisherige Präsident des Nationalen Presserats, ein Ouattara nahe stehender Politiker, von Gbagbo des Amtes enthoben. Zudem wurde dem UN-Sender „ONUCI-FM“ die Sendeerlaubnis entzogen.
 
Ende Februar wird der Krisenstab der Afrikanischen Union in Abidjan erwartet, um den beiden Kontrahenten ihre verbindlichen Forderungen zur Lösung der ivorischen Krise mitzuteilen. Ein Mitglied des Krisenstabs, der Präsident von Burkina Faso, Blaise Compaoré, könnte weiteres Konfliktpotential bieten: Gbagbos Anhänger werfen ihm vor, Ouattara zu unterstützen.
Das Treffen des Krisenstabs wird von Seiten der Ouattara-Anhänger der letzte Versuch einer friedlichen Lösung der Krise sein. Sollte Gbagbo nicht abtreten, plant Ouattara den Exportstopp für Kaffee und Kakao über die bisherige Frist (23.Februar 2011) hinaus aufrechtzuerhalten, um Gbagbo´s finanzielle Ressourcen weiter einzuschränken.
 
Auch der ehemalige Rebellenführer und heutige Verteidigungsminister der Ouattara-Regierung, Guilleaume Soro, hat sich nach einer langen Reise durch Afrika ausführlich zu Wort gemeldet: Soro sieht die aktuellen Konflikte „als Spasmen  eines vergangenen Regimes“. Gbagbo scheint seiner Meinung nach zu sagen: „Wenn ich nicht Präsident sein kann zerstören wir eben alles“. Soro bekräftigt, dass die Ouattara-Regierung den Krisenstab der Afrikanischen Union uneingeschränkt unterstützt, geht aber davon aus, dass Gbagbo die Abgesandten demütigen und herabwürdigen wird. Im Falle eines Scheiterns des Krisenstabs am 21. Februar müsse die ivorische Bevölkerung seine Zukunft selbst in die Hand nehmen. Schließlich habe das Volk bei staatlicher Unterdrückung ein Recht zur Revolte. Er ruft damit bereits jetzt indirekt  zu einer Revolution nach dem Vorbild Ägyptens in Côte d’Ivoire auf:  „Gbagbo ist nicht stärker als Moubarak. Und er ist fort. Diese Veränderungen müssen uns Hoffnung geben. Gbagbo muss gehen und er wird gehen“, so Soro in einem Interview der ivorischen Zeitung „Le Patriote“.
 
Hier können Sie das gesamte Interview in französischer Sprache lesen: http://news.abidjan.net/h/391307.html
vom 14.02.2011
Am Sonntag, den 13.Februar 2011, haben Dr. Suraya Dalil, afghanische Gesundheitsministerin, Rüdiger König, deutscher Botschafter in Afghanistan und Suzana Lipovac, Gründerin und geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von KinderBerg International e.V. eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, das sogenannte "Memorandum of Unterstanding" (MoU). Hauptziel des MoU ist es, der Bevölkerung Zugang zu medizinischer Versorgungzu bieten. Suzana Lipovac sagte, dass die Unterzeichnung"ein wichtiges Signal für die langfristige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit des Gesundheitsministeriums, des Auswärtigen Amts und KinderBerg in den letzten zehn Jahren" sei.
 
Lesen Sie hier den gesamten Artikel über KinderBerg.
vom 11.02.2011
Bei einer Reise durch Afghanistan besuchte Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 2010 die Baby Care Station von KinderBerg in Faizabad.
vom 11.02.2011
Neben den Berichten über KinderBerg gibt es natürlich auch immer wieder neue Bilder, die unsere Arbeit vor Ort zeigen. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und sehen Sie Bilder des Fotografen Philipp Neumann in Faizabad.
vom 10.02.2011
Unser Ziel in Afghanistan ist es, eine der höchsten Kinder- und Müttersterblichkeitsraten der Welt zu senken.
Was KinderBerg tut, um dieses Ziel zu erreichen, können Sie im Artikel "Ein Internat für Hebammen in Afghanistan" von Karin Stender nachlesen.
vom 10.02.2011
Ein Bericht über die Arbeit von KinderBerg war im vergangenen Jahr in der Stuttgarter Zeitung zu finden.
vom 10.02.2011
Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (engl. Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, OCHA),Teil des UN-Sekretariates, hat eine Übersicht der aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen der Situation in Côte d'Ivoire veröffentlicht.
Sehen Sie hier die Informationen aus dem KinderBerg Projektland.
Leider steht der Artikel inzwischen nicht mehr online zur Verfügung.
vom 09.02.2011
Dieser Film von Jochen Frank zeigt Suzana Lipovac, Gründerin von KinderBerg International e.V., bei Ihrer Arbeit in Afghanistan. Hier gibt es Informationen rund um den Film über KinderBerg.
vom 07.02.2011
Fünf Jahre lang führten KinderBerg Mitarbeiter im Ampara Distrikt, Sri Lanka, Projekte für Tsunami-Opfer durch. Viele Menschen konnten durch Ihre Hilfe unterstützt werden.
vom 07.02.2011
Was ist über die medizinische Grundversorgung, die Patienten- und Morbiditätsverteilung von Bevölkerungen in Postkonflikt-Staaten bekannt? Welche Rolle spielen Elemente der primärmedizinischen Infrastruktur im Rahmen friedensbildender Maßnahmen in diesen Staaten?
 
Vor dem Hintergrund des langjährigen Engagements von Kinderberg International e.V. in Nord-Afghanistan widmen sich Morikawa et al. in ihrer am 08.12.2010 in der Royal Society for Public Health (London) publizierten deskriptiv-epidemiologischen Untersuchung dieser aktuellen und gesundheitswissenschaftlich relevanten Fragestellung.
vom 04.02.2011
Im Dezember 2010 strahlte das zdf in seiner Sendung heute journal einen Bericht aus Afghanistan zum Thema Korruption aus. In diesem Zusammenhang wurde Suzana Lipovac bei Ihrer Arbeit begleitet.
 
Hier geht es zur zdf Mediathek, in der Sie den Beitrag sehen können:
 
 
vom 02.02.2011
Dieser Brief lag einem Paket bei, das uns ein Kind zu Weihnachten geschickt hat.
vom 02.02.2011
Wer aufmerksam durch das Land reist, kann am Wegrand immer wieder neue Entdeckungen machen. So wie hier, als unser Team auf dem Weg nach Kunduz im letzten Jahr von Geiern beobachtet wurde.
vom 25.01.2011
Seit 1998 wird Kinderberg ununterbrochen das  »DZI-Spendensiegel« vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) verliehen. Damit bescheinigt das Institut Kinderberg International »eine satzungsgemäße Arbeit. Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Mittelfluss und Vermögenslage werden im Rechenwerk nachvollziehbar dokumentiert. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab angemessen (= 10 bis unter 20%). Eine Kontrolle des Vereins und seiner Organe ist gegeben.«
vom 24.01.2011
Mehrere Jahre warteten die Menschen in Côte d´Ivoire auf die immer wieder aufgeschobenen Präsidentschaftswahlen. Präsident Laurent Gbagbo war nach dem Ablauf der Legislaturperiode, für die er einst gewählt wurde, jahrelang ohne direkte Legitimation durch das Volk im Amt.
 
Am 31. Oktober 2010 fand endlich die lang ersehnte Präsidentschaftswahl statt. Im ersten Durchgang konnte sich keiner der 14 Kandidaten durchsetzen. Aus der späteren Stichwahl am 28. November zwischen Gbagbo und seinem stärksten Konkurrenten Alassane Dramane Ouattara ging Letzterer als Sieger hervor. Das Ergebnis wurde von der internationalen Wahlbeobachtungskommission offiziell anerkannt. Das Lager Gbagbos stellte diese Ergebnisse jedoch in Frage, sprach von ungültigen Stimmen im Norden des Landes und beharrt seitdem auf Neuwahlen. Beide Kandidaten ließen sich zwischenzeitlich unabhängig voneinander vereidigen. Sowohl die internationale als auch die westafrikanische Gemeinschaft sieht in Ouattara den legitimen Nachfolger Gbagbos und forderte diesen mehrmals auf, sein Amt niederzulegen.
 
Eine politische Pattsituation, in welcher keiner der beiden Akteure Bewegung zeigt. Militante Anhänger der beiden Lager griffen bereits mehrmals zu den Waffen, um die Gegenseite einzuschüchtern. Besonders in der Stadt Abidjan kommt es immer wieder zu kämpferischen Auseinandersetzungen, die viele Verletzte und Todesopfer fordern. Aus Angst vor einem erneuten Bürgerkrieg in ihrem Land sind bereits knapp 30.000 Ivorer ins benachbarte Liberia geflohen. Die westafrikanische Gemeinschaft ECOWAS hat kürzlich verlauten lassen, dass sie Militär nach Côte d´Ivoire senden wird, um Gbagbo mit härteren Bandagen zum Rücktritt zu bewegen. Gerüchten zufolge hat Gbagbo seinerseits umfassende Vorkehrungen getroffen, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. In welche Richtung sich die Situation entwickeln wird, ist noch unklar.
 
Die Projekte von KinderBerg International blieben bislang nahezu unberührt von den Auseinandersetzungen in Abidjan. Lediglich eine AIDS-Sensibilisierungskampagne im ländlichen Raum mussten wir aufgrund der verschärften Sicherheitslage verschieben, um unsere Mitarbeiter nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Direkt nach den Wahlen haben wir außerdem unsere Vorschule für einige wenige Tage geschlossen gehalten, da sich die teilweise gewaltsamen Demonstrationen in der Umgebung häuften.
 
Abgesehen von diesen Zwischenfällen laufen unsere Projekte wie gewohnt weiter. Unsere Mitarbeiter in Abidjan berichten uns immer wieder, wie wichtig es für die von uns betreuten Menschen ist, sich trotz der aktuellen Situation unserer Unterstützung sicher sein zu können. Aus diesem Grund werden wir auch zukünftig – selbst wenn sich die Lage weiterhin zuspitzen sollte – für die Menschen da sein und unser Möglichstes tun. Wir teilen ihre Sorge um die Zukunft ihres Landes und hoffen mit ihnen, dass der auf ihrem Rücken ausgetragene politische Machtkampf bald endet.
vom 01.09.2010
60 von uns betreute Kinder und Jugendliche aus von AIDS betroffenen Familien entflohen im August für eine Woche dem Alltag in Abidjan. Die Reise ging ins ruhige Dorf Ayamé, wo die Kinder eine erlebnisreiche Zeit miteinander verbrachten. Erste Eindrücke in Bildern gibt es hier. Einen persönlichen Bericht unseres Mitarbeiters in Form eines Projekttagebuchs hier.
vom 04.08.2010
Vor drei Monaten haben sich 15 von uns betreute HIV-positive Frauen zu einer landwirtschaftlichen Kooperative zusammengeschlossen. Die Anbauphase hat nun begonnen. Die ersten Pflanzen sprießen bereits aus dem Boden. Gegen Ende des Jahres soll die Ernte stattfinden und die beliebte und für alle Ivorer erschwingliche Bodenfrucht auf den Märkten in und um Abidjan verkauft werden.
 
vom 27.07.2010
Am 26.07.2010 war Suzana Lipovac in der SWR Landesschau zu Gast und sprach über die KinderBerg Projekte in Afghanistan.
 
Leider ist der Beitrag nicht mehr in der Mediathek des SWR online. Bei Interesse kann er jedoch direkt beim SWR angefordert werden. Aus Urheberrechtsgründen ist es uns leider nicht möglich ihn direkt auf www.kinderberg.org für Sie bereit zu stellen. 
 
vom 21.06.2010
Unsere 50 Vorschulkinder in Abidjan haben zusammen mit den Lehrern einen Ausflug in den Zoo unternommen. Was für unsere Ohren selbstverständlich klingt, ist für sie etwas ganz besonderes. Die meisten von ihnen hatten aufgrund der schwierigen Situation ihrer Familie zuvor noch nie ihr Stadtviertel verlassen.
vom 30.11.2009
Der „Marion Dönhoff Förderpreis für internationale Verständigung und Versöhnung" wurde am 29. November 2009 an KinderBerg International e.V. verliehen. Wir danken der ZEIT, der Marion Dönhoff Stiftung und der Ebelin und Gerd Bucerius ZEIT-Stiftung, sowie der Jury für diesen renommierten Förderpreis. Wir nehmen ihn in Demut an und verstehen ihn als Aufforderung den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.
 
Wir gratulieren mit tief empfundenem Respekt dem Hauptpreisträger des „Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung", Professor Fritz Stern.
 
vom 22.07.2008
Seit Mai 2007 arbeiten drei unserer Hebammen als Berater und Unterstützer in den Unterernährtenstationen der drei Kinderkrankenhäuser Kabuls mit dem Ziel, die dortige Versorgungssituation zu verbessern. Auf den Unterernährtenstationen werden Kinder behandelt, die 75% oder weniger ihres Normalgewichts haben. Die schwere Unterernährung hat zumeist mehrere Gründe: Unwissenheit der Mutter bzgl. Ernährung eines Säuglings und des Risikos der Unterernährung, Geldmangel der Familie (die Mutter ist selbst unterernährt, auch während der Schwangerschaft), Krankheiten, die nicht behandelt wurden, etc.
Unsere Mobilen Hebammen unterrichten die Mütter in Sachen Stillmethoden, Hygiene, Ernährung, Gesundheit und den Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern. Gleichzeitig bietet sie psychosoziale Unterstützung für die Mutter an und versucht mit ihr gemeinsam ihre eigentlichen Probleme herauszufinden. Bricht eine Mutter die Therapie ihres Kindes frühzeitig ab, wird sie von einer Mobilen Hebamme zuhause aufgesucht.
Lesen Sie den Bericht unseres Mitarbeiters Naseer Mujadidi über den Arbeitstag einer Mobilen Hebamme im PDF-Download.
vom 23.05.2008
„Frieden“ war der größte Wunsch der Kinder der Flüchtlingslager Barek-Ab in den Provinzen Kabul und Parwan. Fast die Hälfte der 1.400 befragten Kinder, die ihr Land nur noch aus den Erzählungen ihrer Großeltern als ein friedliches, ruhiges und sicheres Land kennen, wünschen sich nichts sehnlicher, als dass Krieg und Gewalt endlich ein Ende finden. Wenn sie einmal groß sind, wollen viele  „Lehrer“ oder „Arzt“ werden – das, woran es ihnen am meisten mangelt.
 
Die Befragung wurde im Rahmen der Registrierung für die Suppenküchen vorgenommen. Diese wurden im November 07 in den Flüchtlingslagern Barek-Ab eröffnet. Bis Ende Februar 2008 wurden hier täglich rund 1.000 Kinder zwischen 2 und 12 Jahren mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Gerade im Winter, der die Besorgung von Nahrungsmitteln für die Familien in den abgelegenen Flüchtlingslagern äußerst erschwert, waren die Suppenküchen eine Maßnahme, der zunehmenden Unterernährung der Kinder präventiv zu begegnen. Um trotzdem die Verantwortung für die Kinder nicht ganz aus den Händen der Familien zu nehmen, wurden Mütter und Väter für verschiedene Aufgaben (Betreuung, Einlass, Küchenhilfe, etc.) eingebunden.
 
Die ausführlichen Ergebnisse der Befragung zu den Wünschen der Kinder finden Sie im PDF-Download.
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